Macht der Gewohnheit

Veröffentlicht von sayaa.de am

Täglich grüßt das Murmeltier – spätestens mit dem gleichnamigen Film dazu, ist dieser Spruch populär geworden und jeder weiß damit etwas anzufangen. Komisch bizarr wird hier verdeutlicht, wie sehr man in täglich wiederkehrenden Mustern und Abläufen sozusagen fest hängt. Nun geht es vielen Menschen genauso, wie Phil aus dem Film. Sie klagen oder beschweren sich darüber, dass ihr Leben langweilig ist, nichts los ist, es nichts Neues gibt, immer derselbe Kram, es geht ja nicht anders, ich kann ja nicht anders weil…

Gewohnheiten entstehen aus Mustern und Abläufen

Das Kuriose daran ist, das sich die Menschen ihr Leben bewusst durch bestimmte Muster und Abläufe organisieren.
Sie benötigen das als Rahmen und Grenze. Was sich jedoch als ursprünglich so nützlich und lebensnotwendig erweist, endet im Laufe der Zeit zu einer Gewohnheit, die öd und fade erscheint, aus der es vermeintlich kein Entkommen mehr gibt.

Mit zunehmendem Alter, wird einigen Menschen irgendwann klar, dass diese Abläufe ihnen im Weg stehen und sie nicht mehr erfüllen, sich als Einschränkungen auftun.
Über die Zeit hinweg, macht sich schleichend Unzufriedenheit über das Leben breit und es kommt die Frage auf, „das soll`s gewesen sein?“.
Längst hat sich die Gewohnheit des Alltages breit gemacht und sich wie ein Schleier über einen gelegt.
Die Gewohnheit hat die Macht ergriffen, aus der es kein Entrinnen gibt.

Einige Menschen resignieren an diesem Punkt und meinen „es geht ja nicht anders, war ja schon immer so…..“.
Andere wiederum brechen komplett mit ihren bisherigen Begrenzungen und erfinden sich und ihr Leben komplett neu. Was für den einen möglich erscheint, ist für den anderen unmöglich. Aber warum ist das so?

Alles unterliegt einem Algorithmus

Nun, egal, was man tut oder nicht tut, alles unterliegt einem bestimmten Algorithmus. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und braucht gewisse Muster und Abläufe, um zu überleben, wie z.B. die regelmäßige Nahrungsaufnahme, das Schlafen und Generieren. Das sollte jedem bewusst sein. Jede regelmäßige Handlung (genau die, die täglich durchgeführt wird) wird irgendwann zu einer Gewohnheit, zu einem Automatismus.

Alles Neue ist irgendwann etwas Altes, wenn es immer und immer wieder wiederholt wird. Die Menschen entwickeln sich im Laufe ihres Lebens, machen neue Erfahrungen, hängen aber in alten Gewohnheiten fest. Das wäre so als würde man irgendwann aufhören seine Kleidergröße an seine Körpergröße anzupassen.
Der Pullover hat zu kurze Arme, der Bauch hängt frei. Die Hose lässt sich in der Taille nicht mehr schließen oder man bekommt sie erst gar nicht über den Po…..
Wenn dieses Phänomen für einen nicht annehmbar ist und man sich keine neue Kleidung zulegt, führt das auf Dauer zu Unzufriedenheit.

Wie kann man neues erfahren, neue Erfolge erwarten, wenn man jedoch weiterhin das Selbe Gewohnte tut?

Das Geheimnis liegt in der Abwechslung und der Anpassung.
Es bedarf nicht viel. Es muss nicht immer gleich alles neu sein. Kleine Veränderungen und Variationen können das Leben / den Alltag schon wieder aufregender machen. Neues probieren. Sich ausprobieren. Warum nicht bauchfrei und mit einem 7/8 Arm und dafür eine Hose in der richtigen Größe anziehen anstatt des faden maßgeschneiderten Hosenanzuges?

  • Anstatt immer mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, auch mal Bus, Bahn oder das Fahrrad benutzen oder sogar zu Fuß gehen.
  • Anstatt immer Dienstags zum Sportkurs zu rennen, um dem Speck entgegen zu wirken, lieber mal blau machen und in den Biergarten mit Freunden gehen.
  • Anstatt abgepackte Wurst zu kaufen, den Fleischverkäufer kirre machen und sich frischen Aufschnitt zusammen stellen lassen.
  • Anstatt über Zalando zu bestellen, eine Shoppingmall ausprobieren.
  • Anstatt abends vor dem Fernseher abzuhängen, eine Runde spazieren gehen.
  • Vielleicht mal zeitiger als notwendig aufstehen, um auf dem Balkon zu frühstücken oder vor der Arbeit einen Spaziergang zu machen.
  • Anstatt darauf zu warten, dass Freunde und Bekannte Zeit haben, sich selbst für sich Zeit nehmen und alleine etwas unternehmen.
  • Anstatt die Mittagspause im Büro zu verbringen, raus an die frische Luft gehen.

Es gibt noch etliche Beispiele, wie alltägliche Gewohnheiten fast mühelos durchbrochen werden können.

Abwechslung bringt Schwung ins Leben

Schon allein jede Woche wenigstens einmal immer etwas anderes Tun als gewöhnlich, bringt Abwechslung und damit einen Schwung ins Leben. Dies lässt die Macht der Gewohnheit sinken und damit die Zufriedenheit steigen. Natürlich kostet dies manches Mal Überwindung und es ist nicht leicht, aber genau hier drin liegt der Reiz und die Bereicherung.

Gewiss, nicht jede Abwechslung erweist sich als positiv, aber dennoch durchmischt sie die Lebenstage!

Viel Spaß beim Ausprobieren. Es lohnt sich auf jeden Fall 🙂 !!!


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